Versicherungsschutz

 

 

Soll ich mein E-Bike ver­si­chern?

 

 

Je wertvoller das Zweirad, desto größer der Ärger bei einem Schaden. Wann sich eine E-Bike-Versicherung lohnt und was diese leisten, erklärt unser Ratgeber.

 

 

Der Markt für E-Bikes boomt. Allein 2020 wurden knapp zwei Millionen elektrifizierte Fahrräder verkauft – so viele wie noch nie zuvor. Und die Deutschen greifen für E-Bikes, teilweise auch Pedelecs genannt, gerne auch tiefer in den Geldbeutel.

 

Die Preise für günstige Modelle beginnen meist im höheren dreistelligen Bereich. Premiumanbieter, die etwa vollgefederte E-Mountainbikes anbieten, können hingegen mehr als 10.000 Euro kosten. Doch auch wer ein Mittelklassemodell fährt, das meist um die 3.000 bis 4.000 Euro liegt, könnte sich die häufigen Fragen durch den Kopf gehen lassen: Was passiert eigentlich, wenn das teure E-Bike kaputt geht? Wenn ich stürze oder wenn es geklaut wird? Je höher der Wert eines Zweirades, desto eher lohnt es sich für Pedelec-Besitzer, diesen Wert auch zu schützen. Für E-Bikes bzw. Pedelecs gibt es hier mehrere Möglichkeiten:

 

  1. Mit der Hausratversicherung
  2. Mit einer speziellen E-Bike-Versicherung
  3. Mit einem Schutzbrief für das E-Bike. 

 

Wir stellen in diesem Ratgeber die unterschiedlichen Möglichkeiten für E-Bikes vor.

 

Fahrraddiebstahl in Zahlen

Im Jahr 2020 leisteten die Versicherer im Schnitt eine Entschädigung von 730 Euro pro geklautem Fahrrad. Insgesamt wurden 2020 rund 145.000 versicherte Räder gestohlen.

 

  1. E-Bike mit Hausratversicherung schützen: Das muss man wissen

Die Hausratversicherung übernimmt den Schaden, wenn ein Fahrrad aus verschlossenen Abstellräumen, Kellern oder Wohnungen gestohlen wird. Gegen den Fahrraddiebstahl außerhalb von Gebäuden (oder „auf offener Straße“) kann man sich mit einer zusätzlichen „Fahrradklausel“ in der Hausratpolice versichern. E-Bikes bzw. Pedelecs können dann in der Hausratversicherung mitversichert werden, wenn sie eine maximale Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometer erreichen.

 

Von den rund 26 Millionen Verträgen in der Hausratversicherung haben 2019 etwa 47 Prozent die Fahrradklausel eingeschlossen. Der Vorteil dieser Klausel: War das Fahrrad durch ein verkehrsübliches Schloss gesichert und wird es geklaut, ist der Schaden versichert. Die Hausratversicherung zahlt daraufhin den Neuwert, also den Betrag des Preises bei heutiger Beschaffung. Es gelten die im Versicherungsvertrag vereinbarten Selbstbeteiligungen und Entschädigungsgrenzen. So wird die Höchstentschädigung in der Regel auf einen bestimmten Prozentsatz oder eine vereinbarte Summe begrenzt. In älteren Verträgen findet sich häufig noch eine Nachtzeitklausel 22-6 Uhr: das Fahrrad ist dann mitversichert, wenn es in dieser Zeit Gebrauch in Gebrauch war – beispielsweise, wenn es während eines Kinobesuches fest angeschlossen abgestellt wird.

 

Anders sieht es hingegen bei Speed-Pedelecs aus (Kurzform: S-Pedelecs). Sie haben eine höhere Motorleistung und werden bis zu 45 Stundenkilometer schnell. Wie auch für Mofas und Mopeds ist für S-Pedelecs gesetzlich eine Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Mit einer Kaskoversicherung sind sie auch bei einem Diebstahl geschützt. Schäden, die beispielsweise durch Brand, Hagel oder einer Explosion am Pedelec entstehen, lassen sich mit einer Kaskoversicherung ebenfalls versichern.

 

Checkliste Fahrraddiebstahl: Diese Informationen helfen bei der Schadensmeldung

Ist das Rad bzw. Pedelec weg, sollte der Diebstahl bei der Polizei gemeldet werden und – bei bestehendem Versicherungsschutz – dem Hausrat- bzw. Fahrradversicherer. Diese Informationen helfen dabei:

 

  • Bewahren Sie die Rechnung über den Fahrradkauf auf.
  • Notieren Sie die Rahmennummer und die Angaben die auf dem Typenschild des Akkus/Motors stehen
  • Halten Sie eindeutige Kennzeichen fest: Marke, Farbe, Zubehör usw.
  • Fotografieren Sie Ihr Fahrrad.

 

  1. E-Bike mit eigenständiger Versicherung schützen

E-Bike-Versicherungen haben sich zu einer Art Vollkaskoversicherung fürs wertvolle Zweirad entwickelt. Ihr Versicherungsschutz geht weit über die Leistungen der Hausratversicherung hinaus. Längt geht es nicht mehr „nur“ um Diebstahl. Und: Diese Versicherungen sind speziell auf die Technik und auch den Wert der Räder zugeschnitten.

 

E-Bike-Versicherungen decken unter anderem folgende typische Risiken ab:

 

  • Unfall- oder Sturzschäden
  • Diebstahl, Einbruchdiebstahl oder Raub
  • Vandalismus
  • Akku-Defekte wie Feuchtigkeits- und Elektronikschäden
  • Brände und Kurzschlüsse
  • Typische Naturgefahren wie Sturm, Hagel oder Überschwemmung

 

Manche Versicherer übernehmen auch Schäden durch Material, Produktions- oder Konstruktionsfehler, die nach der gesetzlichen Gewährleistungspflicht entstehen. Häufig ist in diesen Tarifen auch das E-Bike-Zubehör wie etwa Taschen, Schlösser oder Sättel versichert. In bestimmten Premium-Tarifen einzelner Versicherer sind sogar die Kosten für verschlissene Reifen und Bremsen versichert. Ebenfalls von Vorteil für Radfahrer: Viele E-Bike-Versicherungen verzichten auf eine Selbstbeteiligung nach einem Schaden.

 

Sowohl bei E-Bikes und Pedelecs als auch bei hochwertigen Fahrrädern gilt: Je teurer das Fahrrad, desto eher ist eine eigenständige Versicherung ratsam. Der Grund: Eigenständige Fahrrad- und E-Bike-Versicherungen beinhalten in der Regel höhere Versicherungssummen und einen breiteren Deckungsumfang. Die Entschädigungssumme richtet sich hierbei nicht wie bei der Hausratversicherung nach der Versicherungssumme, sondern nach dem tatsächlichen Wert des versicherten Fahrrads. Logischerweise ist bei teuren neuen E-Bikes das finanzielle Risiko – etwa bei einem einfachen Diebstahl – am größten. Hier lohnt sich eine E-Bike-Versicherung am meisten.

 

Machen Sie es den Fahrraddieben schwer!

 

Mit diesen 2 Tipps erschweren Sie Dieben die Arbeit:

 

  1. Lassen Sie Ihr Fahrrad bei der Polizei kostenfrei durch eine Codierung erfassen lassen. Dadurch wird der Weiterverkauf gestohlener Räder erschwert.
  2. Verwenden Sie ein geeignetes und geprüftes Fahrradschloss.

 

  1. Der Schutzbrief: Die Pannenhilfe fürs E-Bike

Versicherungskunden kennen den Schutzbrief bislang vom Auto. Zusätzlich zur Kfz-Versicherung können Autofahrer einen Schutzbrief für ihren Wagen abschließen, der ihnen zum Beispiel bei Pannen weiterhilft. Das gleiche Prinzip gibt es nun auch für E-Bikes/Pedelecs. Je nach Tarif können bestimmte Leistungen bereits direkt in der E-Bike-Versicherung enthalten sein, oder aber sie werden über den Schutzbrief angeboten – sozusagen als Add-On zum E-Bike-Schutz.

 

Typische Schutzbriefleistungen sind zum Beispiel:

  • Pannenhilfe und Abschleppdienst
  • Notfall-Hotline
  • Rücktransport des Rades
  • Organisation der Weiter- und Rückfahrt
  • Leih- bzw. Mietfahrrad
  • Fahrradrücktransport
  • Ersatzfahrrad
  • Übernachtungskosten

 

Schutzbriefe fürs E-Bike bilden eine sinnvolle Ergänzung zum Versicherungsschutz, die etwa bei längeren Touren oder auch im Ausland in Notsituationen weiterhelfen.

 

Überblick: Was Pedelecs, S-Pedelecs und E-Scooter unterscheidet

Pedelec S-Pedelec E-Scooter
Technik
Höchstgeschwindigkeit 25 km/h 45 km/h 20 km/h
Motorleistung max. 250 Watt max. 500 Watt max. 500 Watt
Fahrzeugart Fahrrad Kleinkraftrad Elektro- Kleinstfahrzeug
Straßenverkehr
Betriebserlaubnis erforderlich Nein Ja Ja
Helmpflicht Nein Ja Nein
Kennzeichenpflicht Nein Ja
(Versicherungs-Kennzeichen)
Ja
(Versicherungs-Plakette)
Führerscheinpflicht Nein Ja
(Klasse AM)
Nein
Altersbeschränkung Nein Ja
(Mindestalter 16 Jahre)
Ja
(Mindestalter 14 Jahre)
Fahren auf dem Radweg Ja Nein Ja
Versicherungsschutz
Versicherungspflicht Nein Ja Ja
Welche Versicherung leistet bei Schäden Dritter? Private Haftpflichtvers. Kfz-Haftpflichtvers. Kfz- Haftpflichtvers.
Welche Versicherung leistet bei einem Diebstahl? Hausrat-
versicherung
Kasko-
versicherung
Kasko-
versicherung

 

 

 

 

 

 

 

 

Häuslebauen liegt im Trend.

 

 

Klar, die niedrigen Zinsen sorgen eben für einen regelrechten Bau-Boom.

 

Was viele Bauherren nicht wissen: Bereits während der Bauphase kommt es auf den richtigen Versicherungsschutz an.

 

Welche Policen für Hausbesitzer, Bauherren und Mieter sinnvoll sind, lesen Sie hier: https://bit.ly/hb_bauen

 

 

Sie haben Fragen zum Versicherungsschutz rund ums Thema Bauen und Wohnen?

 

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gern!

 

#fragmallieberdenKnut

 

#vollstarkschlau

 

#

 

 

Im Zuge der Corona-Pandemie haben viele Bundesbürger ihr Herz für Haustiere (wieder)entdeckt und sich Hund, Katze oder Wellensittich zugelegt.

 

Um rund eine Million stieg die Zahl der Tiere in deutschen Haushalten 2020.

 

Versicherungsschutz sollte dabei nicht auf der Strecke bleiben, denn insbesondere Hunde können kostspielige Schäden verursachen.

 

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Seit Beginn des Jahres gilt die EU-Drohnenverordnung –

 

und mit ihr die Führerscheinpflicht für alle, die eine Drohne mit mehr als 250 Gramm Gewicht abheben lassen möchten.

 

Hier erfahren Sie alles über die neuen Risikoklassen und die damit verbundenen Regelungen: https://bit.ly/eu-drohne

 

Übrigens:

Auch schon vorher gab es die Pflicht, Ihr Drohnenhobby zu versichern.

 

Unser Tipp: Wir empfehlen, den bestehenden Versicherungsschutz zu überprüfen – und bei Bedarf anzupassen.

 

So steht dem Freizeitspaß nichts mehr im Wege.

 

Sprechen Sie uns an!

 

#

 

Laut einer Gallup-Umfrage fühlen sich 35 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland „innerlich ausgebrannt“. In den Vorgängerumfragen der letzten Jahre hatte dieser Wert noch bei rund einem Viertel gelegen. Womöglich hat die dauerhafte Arbeit im Homeoffice – mit ständiger Erreichbarkeit und sozialer Isolation – Anteil daran.

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Dar­auf müs­sen Auto­fah­rer ach­ten

Welche Versicherungen sind für mein Elektrofahrzeug vorgeschrieben, welche sind sinnvoll? Und mit welcher Förderung kann ich rechnen? Die Antworten im Überblick.

Corona hat auch vor dem Automarkt nicht Halt gemacht. Im vergangenen Jahr wurden 20 Prozent weniger Autos neu zugelassen als 2019. Die Statistik des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) verzeichnet im Krisenjahr jedoch einen bemerkenswerten Trend. Pkw mit reinem Elektroantrieb legten bei den Neuzulassungen mit 206 Prozent im Vergleich zum Vorjahr deutlich zu. Die E-Mobilität, so das KBA, sei „in der Mitte der mobilen Gesellschaft angekommen“. Auf dieser Seite finden E-Autofahrer alles, was sie rund um die Kfz-Versicherung der Stromer wissen müssen.

 

Elektroautos & Kfz-Versicherung: Was muss ich beachten?

Elektroautos unterliegen – wie Benziner und Diesel auch – der Versicherungspflicht. Heißt: Ohne Versicherung dürfen sie nicht auf die Straße. Zwingend notwendig ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Kfz-Haftpflicht entschädigt die Unfallopfer. Sie kommt für die Schäden am fremden Fahrzeug auf, für weitere Sachschäden wie etwa an Gebäuden und für Personenschäden.

Teil- und Vollkaskoversicherung sind optional. Eine Teilkasko übernimmt unter anderem die Schäden bei Diebstahl oder einem Wildunfall. Die Vollkasko-Versicherung leistet darüber hinaus nach einem selbstverschuldeten Unfall auch für die Schäden am eigenen Auto.

 

Welche Besonderheiten gibt es bei Elektroautos?

Herzstück eines jeden E-Fahrzeugs ist der Akku. Geht dieser kaputt, wird es teuer. Gut zu wissen für Autofahrer: Der Akku ist als Fahrzeugteil in die Kaskoversicherung eingeschlossen. Drei Konstellationen für den Versicherungsschutz sind denkbar:

 

  1. Das E-Auto ist geleast

Es spielt in der Kaskoversicherung für den Versicherungsschutz keine Rolle, ob es sich um ein gekauftes oder ein geleastes Fahrzeug handelt. Bei einem Leasingfahrzeug verlangt der Leasinggeber in der Regel den Abschluss einer Vollkaskoversicherung. Der Akku ist dann zum Beispiel bei Unfällen oder einem Diebstahl versichert. Ohne eine Kaskoversicherung müsste der Verbraucher jeglichen Schaden am Auto dem Leasinggeber aus eigener Tasche ersetzen.

 

  1. Der Akku ist geleast

Wenige Autohersteller bieten auch die Möglichkeit an, nur den Akku zu leasen. Häufig gibt der Hersteller eine Gewährleistung auf die Funktionstüchtigkeit – aber nicht auf Schäden wie Diebstahl, Marderbisse oder Brände. Auch in dieser Konstellation ist deshalb eine Kaskoversicherung notwendig, wenn E-Auto-Fahrer den teuren Akku nicht selbst ersetzen wollen. Wurde nur der Akku geleast und das Fahrzeug gekauft, steht die Entschädigung für den Akku dem Leasinggeber zu.

 

  1. Auto und Akku sind komplett im Besitz des Halters

Aufgrund der höheren Anschaffungskosten ist eine Vollkaskoversicherung für neue Elektroautos sinnvoll. Darüber sind selbstverständlich auch Schäden am Akku abgedeckt.

Ist der Akku über die Kasko versichert, kommt es auf den individuellen Versicherungsvertrag an: Welche Schäden genau sind darin abgedeckt? So können Akkus – je nach Kfz-Versicherer und Tarif – zum Beispiel gegen folgende Schäden versichert werden:

  • Brand
  • Überspannung und Blitzschlag
  • Kurzschluss
  • Diebstahl
  • Hackerangriffe
  • Folgeschäden durch Tierbiss

Manche Versicherer übernehmen nach einem Totalschaden die Entsorgung des Lithium-Ionen-Akkus, sofern der Autohersteller, der hier eigentlich in der Pflicht ist, die Entsorgungskosten nicht übernimmt.

Autofahrer sollten bei der Wahl ihrer Kaskoversicherung darauf achten, ob im Schadensfall der Neu- oder der Zeitwert des Akkus ersetzt wird.

 

Sind die Beiträge zur Kfz-Versicherung höher als bei Autos mit Verbrennungsmotor?

Die Versicherung eines E-Autos muss nicht zwangsläufig teurer sein als für einen Benziner oder Diesel. Prinzipiell gilt: Für die Kalkulation der Prämien durch die Versicherer spielt die Antriebstechnik keine Rolle. Wie bei herkömmlichen Modellen auch berechnet sich die Höhe des Versicherungsbeitrags nach der Typ- und Regionalklasse des Wagens, der jährlichen Fahrleistung, dem Schadenfreiheitsrabatt und zahlreichen weiteren Faktoren.

 

Wie erfolgt die Typklasseneinstufung bei Elektrofahrzeugen?

Bei der Typklasseneinstufung ist es entscheidend, wie viele Schäden mit dem Automodell entstehen und wie teuer diese sind. Das gilt sowohl für Verbrenner als auch für E-Autos. Die Art der Motorisierung allein spielt bei der Typklasseneinstufung also keine relevante Rolle für die Kfz-Versicherung.

» Hier können Sie die Typklasse Ihres Autos herausfinden

Wechsel der Versicherung: Kann ich meinen Schadenfreiheitsrabatt vom Auto mit Verbrennungsmotor mitnehmen?

Ja, das ist möglich. Wechselt ein Autofahrer den Anbieter seiner Kfz-Versicherung, kann er seinen Schadenfreiheitsrabatt zur neuen Versicherung mitnehmen.

 

Haben Elektroautos eine höhere Brandgefahr?

Elektrisch angetriebene Autos, die spektakulär in Flammen aufgehen, sorgen regelmäßig für Aufsehen und Schlagzeilen. Die Bilder geben manchen auch Anlass zur Sorge: Brennen die E-Fahrzeuge vielleicht häufiger, schneller oder intensiver?

Fakt ist: Wenn E-Autos brennen, brennen sie anders als Benziner und Diesel. Feuerwehrleute brauchen zum Löschen sehr viel Wasser, um die Batterie zu kühlen und die chemische Reaktion zu unterbrechen. Bei Verbrennern nutzen sie meist Löschschaum. Entscheidend ist auch, dass das ausgebrannte E-Auto nach dem Löschen idealerweise in einem Wasserbad gelagert wird. Der Grund: Die Batterie kann bis zu 24 Stunden nach dem Löschen wieder aufflammen.

Fangen E-Autos nun tatsächlich häufiger Feuer? Nach Einschätzung der Autoexperten im Versicherungsverband GDV geht von Elektrofahrzeugen grundsätzlich keine höhere Brandgefahr aus als von Autos mit Verbrennungsmotoren.

Elektrofahrzeuge sollten idealerweise so konstruiert und gebaut sein, dass die Batterien – ebenso wie die Kraftstofftanks in herkömmlichen Fahrzeugen – bei Unfällen möglichst nicht beschädigt werden.

 

Verursachen elektrische Fahrzeuge mehr bzw. teurere Schäden?

Die Schadensverläufe des GDV zeigen, dass es bei Elektrofahrzeugen im Vergleich zu Fahrzeugen mit herkömmlichem Antrieb keine großen Unterschiede gibt. Bislang können die Kfz-Versicherer keine Auffälligkeiten wie beispielsweise häufige Batteriebrände statistisch feststellen.

 

Wie bekomme ich die Förderung für mein Elektroauto?

Elektrische Wagen werden staatlich gefördert. Reine E-Autos erhalten einen Bonus von bis zu 9.000 Euro, wenn der Listenpreis des Wagens unter 40.000 Euro liegt. Plug-In-Hybride können mit bis zu 6.750 Euro gefördert werden. Alle Details zum Förderverfahren und zur Antragsstellung finden Interessierte auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

 

Seit Ende 2020 wird auch der Einbau privater Ladestationen, sogenannter Wallboxen, staatlich gefördert. E-Autofahrer erhalten einen Zuschuss von bis zu 900 Euro. Über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) kann die Förderung beantrag werden.

 

 

 

Reise, Haftpflicht, Unfall:

 

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den Versicherungsschutz in der Corona-Krise.

 

In diesem Artikel behandeln wir unter anderem folgende Fragen:

  • Zahlt meine Reiseversicherung, wenn ich wegen einer Corona-Infektion die Reise nicht antreten kann?
  • Nachbarschaftshilfe: Welche Versicherung zahlt, wenn die Nachbarskinder in meiner Obhut verunglücken?
  • Ist eine Coronainfektion ein Fall für die private Unfallversicherung?

Informationen zu den Leistungen gesetzlicher und privater Krankenversicherungen bieten sowohl der GKV-Spitzenverband als auch das Portal derprivatpatient.de des PKV-Verbands.

Reiseversicherung

Tritt meine Reiserücktrittsversicherung ein, wenn ich mich mit dem Coronavirus infiziert habe und daher nicht reisen kann?

Ob die Reiserücktrittsversicherung die Stornokosten übernimmt, kann nur im Einzelfall entschieden werden. Es kommt auf die Bedingungen der jeweils abgeschlossenen Versicherung, die konkreten behördlichen Maßnahmen und die weitere Verbreitung des Virus an. Erkrankte sollten sich deshalb zur Klärung dieser Frage mit ihrem Reiseversicherer in Verbindung setzen.

Wann kann ich eine Pauschalreise kostenfrei stornieren?

Reisende können eine Pauschalreise kostenfrei stornieren, wenn am Urlaubsort oder in dessen Nähe „unvermeidbare und außergewöhnliche Umstände“ auftreten, die den Aufenthalt am Urlaubsort oder die Reise dahin erheblich beeinträchtigen. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist dafür ein mögliches Indiz, aber nicht zwingend notwendig. Auch ohne Reisewarnung können die Voraussetzungen für eine kostenfreie Stornierung gegeben sein. Wer eine Reise nicht antreten möchte, sollte sein Reisebüro bzw. seinen Reiseveranstalter kontaktieren.

 

Bin ich versichert, wenn ich mich auf einer Reise mit dem Coronavirus infiziere?

Unabhängig vom Coronavirus sollte für Auslandsreisen immer eine private Auslandskrankenversicherung abgeschlossen werden. Sie übernimmt die für eine Behandlung im Ausland anfallenden Kosten, die von der gesetzlichen Krankenkasse nicht gedeckt sind – und leistet, je nach einbezogenem Bedingungswerk, auch für die medizinische Behandlung wegen einer Coronavirus-Infektion.

 

Tritt meine Reiserücktrittsversicherung ein, wenn ich wegen Kontakts zu einem Erkrankten unter Quarantäne gestellt werde, ohne dass das Virus bei mir nachgewiesen wurde?

Nein, eine behördlich angeordnete Quarantäne ist von der Reiseversicherung nicht gedeckt.

 

Nachbarschaftshilfe

Welche Versicherung leistet, wenn ich auf die Kinder meiner berufstätigen Nachbarn aufpasse und denen etwas passiert?

Die gesetzliche bzw. private Krankenversicherung übernimmt in dieser Situation die Behandlungskosten. War es ein schwererer Unfall und das Kind trägt bleibende Beeinträchtigungen davon, etwa eine Behinderung, hilft auch eine Kinder-Unfallversicherung weiter. Sie finanziert etwa den behindertengerechten Umbau des Hauses der Familie.

 

Wenn die Nachbarskinder in meiner Wohnung etwas kaputt machen, wer kommt dafür auf?

In diesem Fall leistet die Familien-Haftpflichtversicherung Ersatz für den Schaden. Kinder sind grundsätzlich über die Familien-Haftpflichtversicherung der Eltern versichert, solange sie nicht volljährig sind.

 

Bei der Haftungsfrage spielen das Alter des Nachwuchses und die Situation, in der es den Schaden verursacht hat, eine entscheidende Rolle. Kinder sind laut Gesetzgeber bis zu ihrem siebten Geburtstag deliktunfähig. Eltern müssen dann für die Beschädigung ihrer Sprösslinge aufkommen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

 

Das Kind ist unabhängig von seinem Alter weiterhin über die Eltern haftpflichtversichert, solange es

 

  • zur Schule geht.
  • seine erste Berufsausbildung (Lehre oder Studium) macht.
  • sich in den üblichen Wartezeiten zwischen den Ausbildungsabschnitten befindet.

 

Ich passe auf den Hund meiner Nachbarn auf. Er zerstört mein Sofa. Ist das versichert?

Ein Fall für die Hundehalterhaftpflicht. Der Hundehalter muss prinzipiell immer für den Schaden aufkommen, den sein Hund anderen zufügt. Der Halter haftet dafür mit seinem gesamten Vermögen in unbegrenzter Höhe. Hat er dagegen eine Hundehaftpflicht abgeschlossen, übernimmt die Versicherung dieses Risiko und kommt für entstandene Schäden bei Dritten auf.

 

Der Versicherungsschutz einer Hundehaftpflicht umfasst in der Regel folgende Schäden:

 

  • Personenschäden(z.B. Schmerzensgeld, Behandlungskosten nach einem Biss)
  • Sachschäden(z.B. ein Hund zerstört die teuren Schuhe eines Gastes)
  • Vermögensschädenals Folge eines Personen- oder Sachschadens (z.B. der Verdienstausfall eines verletzten Tierarztes)

 

Zahlt die private Unfallversicherung bei einer Coronainfektion?

Nach den unverbindlichen GDV-Musterbedingungen für die private Unfallversicherung sind Infektionen grundsätzlich vom Versicherungsschutz ausgeschlossen. Bezogen auf Corona gilt eine Ausnahme nur dann, wenn das Virus über eine größere Unfallverletzung oder im Rahmen einer unfallbedingten Heilmaßnahme in den Körper gelangt ist. Versicherungsschutz für die Schmier- oder Tröpfcheninfektion besteht somit nicht.

 

Manche Unfallversicherer bieten zwar erweiterten Versicherungsschutz in Einzelfällen, aber nur wenn es im beruflichen oder ehrenamtlichen Kontext zu einer Schmierinfektion gekommen ist. Eine Tröpfcheninfektion ist hingegen häufig ausgeschlossen.

 

Viele Versicherungsnehmer zahlen unnötigerweise zu hohe Prämien oder haben Schutzlücken, die ihnen gar nicht bewusst sind. Von der Kfz- über die Hausrat- bis zur Unfallversicherung: Diese häufigen Irrtümer sollten die Kunden ausschließen:

 

  1. Eine Unfallpolice leistet nach jedem Unfall mit Verletzungsfolgen.

Eine Unfallversicherung leistet erstens nur dann, wenn der Unfall dauerhafte gesundheitliche Einschränkungen verursacht, und zweitens nur nach als „Unfall“ definierten Ereignissen. Je nach Bedingungen können Eigenbewegungen (wie Umknicken) oder Bewusstseinsstörungen ausgeschlossen sein.

  1. Wer grob fahrlässig einen Kfz-Schaden verursacht, hat keinen Versicherungsschutz.

Stimmt nicht immer: Manche Tarife leisten auch bei grob fahrlässigem Verhalten wie dem Überfahren einer roten Ampel. Ein Vergleich lohnt sich also.

  1. Die Haftpflichtpolice deckt auch schleichend entstehende Schäden ab.

In den meisten älteren Haftpflichtverträgen sind sogenannte Allmählichkeitsschäden ausgeschlossen, lediglich einige neuere Tarife bieten diesen Schutz an.

  1. Bei von Kindern verursachten Schäden springt die Haftpflichtpolice ein.

Dies gilt nur für Kinder ab sieben Jahren. Jüngere Kinder sind deliktunfähig, so dass ihre Eltern nicht in Regress genommen werden können – es sei denn, sie haben ihre Aufsichtspflicht verletzt.

  1. Der Versicherungsschutz setzt mit dem Vertragsbeginn ein.

Manche Tarife sehen Wartezeiten vor, in denen schon Beiträge gezahlt werden, aber noch keine oder nur eingeschränkte Leistungen erfolgen.

 

Kontakt
Knut Mäuselein

Erfahrungen & Bewertungen zu Makler-Mäuselein

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