Knut Mäuselein

Drei-Säulen-Modell für Altersvorsorge

Da die Thematik Altersvorsorge komplex ist, können junge Menschen schnell den Überblick verlieren. Das sogenannte 3-Säulen-Modell bietet da gute Anhaltspunkte zur Orientierung. Es setzt sich aus den drei unterschiedlichen Möglichkeiten der Altersvorsorge zusammen: gesetzliche, betriebliche und private Vorsorge. Weiterlesen

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Gold nur als Beimischung ins Depot

Aus Angst vor einer weltweiten Konjunkturschwäche und den wachsenden internationalen Konflikten hat das Interesse an Gold in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Der Preis für die Feinunze ist auf mehr als 1.400 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit 2013. Ob es sinnvoll ist, auch einen Teil des Vermögens in Gold anzulegen, hängt von den Zielen des Anlegers ab. Anleger, denen das Edelmetall als eine Art Versicherung im Krisenfall oder als Schutz vor Inflation dient, legen meist einen geringen einstelligen Prozentsatz des Vermögens in Gold an. Im Normalfall entwickelt sich das gelbe Metall in bestimmten Marktphasen entgegengesetzt zu Aktien oder Anleihen. Langfristig werfen Aktien aber höhere Renditen bei weniger Schwankungen ab als Gold. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin. Anders als Aktien oder Anleihen wirft Gold nämlich keine Dividenden oder Zinsen ab. Die Rendite dieser Edelmetallanlage resultiert allein aus den Veränderungen des Goldpreises. Weiterlesen

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Die 7 wich­tigs­ten Ver­si­che­run­gen für Fami­lien

Schützen, was einem wichtig ist: Sobald das erste Kind geboren ist, sollten die Eltern ihre bestehenden Versicherungen auf den Prüfstand stellen. Denn mit der neuen Lebenssituation ändert sich auch der Absicherungs- und Vorsorgebedarf. Welche Versicherungen für Familien wichtig sind, um sich vor existenziellen Risiken zu schützen, erklären wir in dieser Übersicht.

  1. Die Haftpflichtversicherung: Ein Muss für Jedermann

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Auch wenn der Ruhestand für die Millenials noch weit entfernt ist: Es lohnt sich, jetzt schon an die Zukunft zu denken.

  1. Wann kann ich in Rente gehen?

Wer nach dem 1.1.1964 geboren wurde, kann mit 67 Jahren ohne Abzüge in Rente gehen – das ist die aktuelle Regelung für die meisten Arbeitnehmer. Bis die Kinder der 80er- und 90er-Jahre jedoch so weit sind, werden voraussichtlich noch zahlreiche Rentendebatten geführt werden. Sprich: Wie hoch die Regelaltersgrenze um das Jahr 2050 liegen wird, kann niemand verlässlich prognostizieren. Und wie das eigene Arbeitsleben verlaufen wird schon gar nicht.

 

  1. Woher weiß ich, wie viel Rente ich bekommen werde?

Wer über 27 Jahre alt ist und über fünf Jahre gearbeitet hat, bekommt Post von der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Renteninformation klärt auf über die voraussichtliche Höhe der Altersrente und individuellen Ansprüchen im Fall einer Erwerbsunfähigkeit.

Was die Renteninformation hingegen nicht ist: Eine Garantie auf die künftige Altersrente sowie ein Überblick, wie viel Geld im Ruhestand insgesamt zur Verfügung stehen wird. Einkünfte aus privaten oder betrieblichen Renten weist die Renteninformation nicht aus. Wer wissen will, was ihn im Ruhestand erwartet, kann sich online mit diesem Rentenrechner informieren.

 

  1. Was kann ich mir später überhaupt noch leisten?

Fragt man heute die Bevölkerung, was sie sich künftig von der gesetzlichen Rente leisten kann, lautet die Antwort: Nicht viel.

91 Prozent der 30- bis 49-Jährigen fürchten eine zu geringe staatliche Rente.

60 Prozent aller Deutschen glauben nicht, dass ihre gesetzliche Rente ausreichen wird.

Quelle: Repräsentative Emnid-Umfrage für Bild am Sonntag (26.8.2018)

 

Der Anteil armer Senioren wird in den kommenden Jahren voraussichtlich steigen. Die häufig geäußerte Sorge, im Alter nicht genügend Geld zur Verfügung zu haben, ist also durchaus begründet. Ob die Generation Y zur Generation Altersarmut wird, ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Denn die entscheidende Frage lautet: Wie werden die Millenials mit diesen Zukunftsaussichten umgehen?

 

  1. Und jetzt: Augen zu und durch oder doch etwas tun?

Politik und Rentenexperten empfehlen, sich nicht allein auf die gesetzliche Rente zu verlassen und möglichst früh andere Vorsorgewege zu gehen – sei es durch private Rentenversicherungendie betriebliche Altersversorgung, Aktien und Fonds oder vielleicht durch den Kauf einer Immobilie. Diese Botschaft ist auch bei dem Großteil der Deutschen angekommen. Nur 7 Prozent gehen davon aus, so ein Ergebnis einer Allensbach-Umfrage im Auftrag der Bertelsmannstiftung (PDF), sich um ihre Rente nicht kümmern zu müssen, weil die Altersvorsorge durch den Staat gesichert ist.

 

Das Schlimmste ist, nichts zu tun.

 

5.„Altersvorsorge kann ich mir nicht leisten“ – ganz sicher?

Vielen Leute fällt es sehr leicht, Argumente gegen das Sparen fürs Alter hervorzubringen: Lohnt sich nicht! Die Steuern! Wird sowieso auf die gesetzliche Rente angerechnet! Oder auch die niedrigen Gehälter, wie dieser Facebook-Nutzer anmerkt:

 

Keine Frage: Wer wenig verdient, hat es mit dem Aufbau einer zusätzlichen Rente zum Teil erheblich schwerer. Ein Ding der Unmöglichkeit ist es dennoch nicht.

 

  • Sparen für später bedeutet auch: Verzicht im heute, zumindest teilweise.
  • Um sich etwa die vollen Riester-Zulagen zu sichern (175 € Grundzulage + ggf. Kinderzulage), kann schon ein eigener Beitrag von 5 Euro im Monat genügen.

 

Zum Vergleich: Für unsere Handys geben wir durchschnittlich zwischen 20 und 30 Euro im Monat aus. Altersvorsorge ist auch eine Frage der Priorisierung.

 

  1. Wie möchte ich im Ruhestand leben?

Die Zeiten, in denen die Menschen wenige Jahre nach dem Ende ihres Arbeitslebens gestorben sind, sind zum Glück lange vorbei. Heutige Rentner beziehen im Schnitt 20 Jahre Rente – Tendenz steigend. Enten füttern und auf den Tod warten ist also keine Option.

 

Es schadet nicht, Pläne für den letzten Lebensabschnitt zu schmieden, sei es in Form von Hobbys, Sport, Reisen oder ehrenamtlichem Engagement. Wer aktiv ist, bleibt zudem länger fit. Laut der Allensbach-Umfrage möchte gut jeder Dritte Beschäftigte im Alter vieles nachzuholen, was vorher zu kurz gekommen ist. Zeit ist für Rentner keine Mangelware (mehr).

 

  1. Rente unter Palmen: Ist Auswandern die Lösung?

Sonne, Strand und vor allem niedrigere Lebenshaltungskosten: Der Traum, den Ruhestand unter Palmen zu verbringen, liegt nahe. Die Miete ist oft geringer, Lebensmittel günstiger, kurzum: Eine niedrige Rente reicht in manchen Ländern für ein besseres Leben.

Was viele dabei übersehen: Das 30-Jährige Ich tickt anders als das Ich, das kurz vor der Rente steht. Während sich ein Drittel der unter 30-Jährigen in ferner Zukunft das Auswandern vorstellen können, sind es unter den 55- bis 64-Jährigen lediglich 18 Prozent. Die Allensbach-Umfrage ermittelte ebenfalls, dass praktisch alle Rentner sich wünschen, möglichst lange in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Den Ruhestand im Ausland zu verbringen – es ist vor allem ein Traum der Jungen, und nicht der Alten.

 

Frag mal den Knut

 

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UM EINER DEMENZ EFFEKTIV VORZUBEUGEN

 

Geistiger Abbau im Alter muss kein unabwendbares Schicksal sein. Wer ein paar Dinge beherzigt, senkt das Risiko für eine Erkrankung sehr deutlich.

 

Demenz ist die Schattenseite der steigenden Lebenserwartung. Denn sie eine typische Alterserkrankung. Von den rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland, die unter der degenerativen Krankheit und ihren Unterformen wie Alzheimer leiden, sind etwa zwei Drittel älter als 80 Jahre. Und weil immer mehr Menschen ein hohes Alter erreichen, wird die Zahl der Erkrankten hierzulande bis 2050 auf drei Millionen steigen, schätzt die Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Denn ein Heilmittel gibt es bislang nicht. Und auch wenn die Ursachen noch nicht eindeutig geklärt sind, sind sich Forscher in einer Sache weitgehend einig: Rund ein Drittel der Demenz-Fälle ließe sich verhindern – mit einem gesünderen Lebensstil und der frühzeitigen Behandlung bestimmter Vorerkrankungen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Empfehlungen (englische Version) herausgegeben, wie sich das Risiko einer Erkrankung vermeiden lässt.

  1. Seien Sie körperlich aktiv

Bewegung hält nicht nur den Körper halsabwärts fit, sondern auch das Oberstübchen. Sport wirkt sich direkt auf die Gehirnstruktur aus, indem es unter anderem die Ausschüttung des Wachstumshormon BDNF anregt. Dieses sorgt dafür, dass sich neue Nervenzellen bilden und vernetzen können. Auch das Entstehen von Eiweißplaques – jenen schädlichen Ablagerungen, die den Informationsaustausch zwischen den Neuronen stören – wird durch regelmäßigen Sport gehemmt. Nicht zuletzt hält Bewegung auch viele andere Demenz-Risiken in Schach: Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht und Stress. Laut Studien erkranken aktive Menschen daher zwischen 20 und 50 Prozent seltener an einer Demenz als Couchpotatos

Die WHO empfiehlt: Seien Sie pro Woche mindestens 150 Minuten mäßig (z. B. Radfahren) oder 75 Minuten intensiv (z. B. Ausdauersport wie Schwimmen) körperlich aktiv!

  1. Hören Sie auf zu rauchen

Dass Nikotin Gift für Herz und Lungen ist, muss man sicher niemandem mehr erzählen. Dass das Qualmen aber auch die grauen Zellen schädigt, ist hingegen kaum bekannt. Weil die Lunge geschädigt wird und Gefäße sich verengen, gelangt weniger Sauerstoff ins Gehirn. Dadurch sterben Hirnzellen, teilweise sogar ganze Zellgruppen ab. Eine britische Studie konnte zum Beispiel zeigen, dass die geistigen Fähigkeiten eines 50-jährigen Rauchers mit denen eines 60-jährigen Nichtrauchers vergleichbar sind. Forscher aus den USA vermelden ähnlich Erschreckendes: Menschen, die im mittleren Alter zwei Päckchen am Tag wegquarzen, haben ein 157 Prozent höheres Risiko, in späteren Jahren an einer Alzheimer-Demenz zu erkranken.

Die WHO empfiehlt: Kurz und knapp: Lassen Sie das Rauchen bleiben!

  1. Achten Sie auf Ihren Alkoholkonsum

Alkohol ist ein Nervengift, wird als Risikofaktor für Demenz dennoch deutlich unterschätzt. So kommt eine französische Studie zu dem Schluss, dass regelmäßiger Alkoholmissbrauch das Risiko für den geistigen Verfall etwa verdreifacht. Vor allem das Auftreten der Krankheit vor dem 65. Lebensjahr kann in fast 60 Prozent der Fälle auf Alkohol zurückgeführt werden. Hirnschäden entstehen dabei vor allem indirekt: Indem die Leber als Entgiftungsorgan irgendwann ihren Dienst quittiert, gelangt unter anderem Ammoniak in die Blutbahn und setzt den Nervenzellen zu.

Die WHO empfiehlt: Hinterfragen Sie Ihren Alkoholkonsum! Zeit für eine Therapie ist es spätestens bei „starkem Trinken“. Das heißt zum Beispiel bei Männern: mehr als 60 Gramm reiner Alkohol pro Tag (z. B. 1,5 Liter Bier oder 0,7 Liter Wein).

  1. Ernähren Sie sich gesund

Die Ernährung ist eng mit dem Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit verbunden. Vor allem, weil sie demenzfördernde Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck vorbeugen kann. Besonders gesund scheint dabei die Mittelmeerdiät zu sein. Heißt: viel Obst, Gemüse, Fisch und Pflanzenöl. Bildgebende Verfahren zeigen, dass die Gehirne von Menschen, die sich so ernähren, im Alter ein größeres Volumen und weniger Neurodegeneration aufweisen. Denn die Vitamine A, C und E bauen nervenschädigende freie Radikale ab, ungesättigte Fettsäuren bringen den Cholesterinspiegel in den Normbereich und Omega-3-Fettsäuren senken das Risiko für Gefäßverengungen.

Die WHO empfiehlt: Essen Sie mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse pro Tag. Der Anteil „schlechter“ Energielieferanten sollte limitiert werden: Zucker und gesättigte Fettsäuren je weniger als zehn Prozent, Transfette maximal ein Prozent.

  1. Lassen Sie Hörverlust ausgleichen

Jeder dritte Erwachsene über 65 Jahre ist von schwindendem Gehör betroffen. Nicht wenige schieben die Entscheidung für ein Hörgerät jedoch vor sich her. Die Folgen: Einsamkeit, Isolation und ein Gehirn, das weniger akustische Reize bekommt und unterfordert ist. Gegenüber Menschen, die ihren Hörschaden durch technische Hilfsmittel ausgleichen, ist das Demenz-Risiko bei unbehandelt Schwerhörigen doppelt so hoch, sagen Forscher.

Die WHO empfiehlt: Kann Umgebungssprache ab einer Entfernung von rund sechs Metern nicht mehr richtig verstanden werden, besteht eine Schwerhörigkeit. Ist die Lebensqualität merklich eingeschränkt (z. B. Probleme beim Führen von Gesprächen), sollte ein Hörgerät zum Einsatz kommen.

  1. Tun Sie etwas gegen Bluthochdruck …

Da es oft keine Symptome gibt, wissen viele nicht, dass ihr Blutdruck zu hoch ist. Gefährlich, denn liegt der systolische Wert dauerhaft über 140 mmHg, werden die Hirnarterien geschädigt. Die Folge: Es können stumme Hirninfarkte auftreten und die Gefahr kognitiver Störungen nimmt zu. Studien zeigen, dass Bluthochdruck das Risiko einer Demenz um das Zwei- bis Fünfache erhöht.

  1. … und gegen Diabetes

Ähnliches gilt für Typ 2-Diabetes. Läuft der Blutzuckerspiegel permanent aus dem Ruder, werden die Blutgefäße im Gehirn angegriffen und die Wahrscheinlichkeit, an einer vaskulären Demenz zu erkranken, steigt um das Vierfache.

Die WHO empfiehlt: Lassen Sie Blutdruck und Blutzuckerwerte regelmäßig checken und gegebenenfalls behandeln. Medikamentös und durch einen angepassten Lebensstil (z. B. Ernährung, Bewegung).

 

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Fondswirtschaft fließen im ersten Halbjahr 42 Milliarden Euro zu

  • Immobilienfonds verdoppeln Absatz gegenüber Vorjahreszeitraum
  • Aktiv gemanagte Aktienfonds mit Zuflüssen
  • Spezialfonds: Portfoliomanagement durch spezialisierte Vermögensverwalter nimmt zu

Die deutsche Fondswirtschaft erzielte im ersten Halbjahr ein Neugeschäft von netto 41,9 Milliarden Euro. Das ist mehr als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres, als ihr 40,6 Milliarden Euro zuflossen. Das Neugeschäft stammt überwiegend von offenen Spezialfonds mit 38,3 Milliarden Euro. In offene Publikumsfonds flossen 1,8 Milliarden Euro. Geschlossene Fonds erzielten 1,7 Milliarden Euro. Freie Mandate verzeichneten netto keine neuen Gelder. Seit Jahresanfang ist das von den Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen von 2.954 Milliarden Euro auf 3.226 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um neun Prozent. Von dem Gesamtvermögen entfallen 1.772 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds, 1.053 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 390 Milliarden Euro auf freie Mandate und 11 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds.

Immobilienfonds führen Absatzliste der Publikumsfonds an
Immobilienfonds führen die Absatzliste der offenen Publikumsfonds von Anfang Januar bis Ende Juni 2019 mit 6,1 Milliarden Euro Netto-Zuflüssen an. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum (2,8 Milliarden Euro). Das von Immobilienfonds verwaltete Netto-Vermögen ist in den letzten zwölf Monaten um elf Prozent auf 104 Milliarden Euro gewachsen. Aktienfonds erhielten im ersten Halbjahr netto 0,7 Milliarden Euro neue Gelder. Dazu steuerten aktiv gemanagte Produkte 2,8 Milliarden Euro Zuflüsse bei. Aus Aktien-ETFs flossen 2,1 Milliarden Euro ab. Insgesamt verwalten Aktienfonds mit 385 Milliarden Euro das meiste Vermögen. Mischfonds verzeichneten 0,3 Milliarden Euro neue Gelder. Rentenfonds und Geldmarktfonds belasteten mit insgesamt 3 Milliarden Euro Abflüssen den Absatz der Publikumsfonds. Allein aus Euro-Kurzläufer-Rentenfonds flossen 7,2 Milliarden Euro.

Spezialfonds: Auslagerung des Portfoliomanagements nimmt zu
Bei den offenen Spezialfonds hat die Auslagerung des Portfoliomanagements in den vergangenen Jahren zugenommen. Von den 1.677 Milliarden Euro der Wertpapier-Spezialfonds managen konzernfremde Vermögensverwalter 738 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von 44 Prozent. Ende 2012 waren es 37 Prozent.

Ein Grund dafür ist, dass viele institutionelle Anleger für das Management bestimmter Assetklassen wie Unternehmensanleihen oder Wertpapiere aus Schwellenländern spezialisierte Asset Manager zum Beispiel aus den USA auswählen. Zudem nutzen ausländische Vermögensverwalter das Portfoliomanagement für Fonds als Zugang zum deutschen Markt, ohne eine eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft zu gründen. Bei den offenen Immobilien-Spezialfonds, die insgesamt ein Netto-Vermögen von 95 Milliarden Euro verwalten, ist der Anteil in den letzten Jahren rasch gestiegen. Vor sieben Jahren steuerten Manager außerhalb des Konzerns noch vier Prozent des Netto-Vermögens, inzwischen sind es 26 Prozent.

 

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So funktioniert ein Investmentfonds

Investmentfonds gelten bei vielen Sparern als kompliziert – als eine Geldanlage nur für Profis. Das Gegenteil ist richtig. Denn Fonds funktionieren ganz einfach und sind äußerst transparent. Das Geld vieler Anleger wird gesammelt und je nach Anlagestrategie in viele verschiedene Wertpapiere oder auch Sachwerte investiert. Im Unterschied zu einer Direktanlage reduziert die breite Streuung das Risiko. Verluste einzelner Wertpapiere können von den Gewinnen anderer Papiere ausgeglichen werden. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der im BVI organisierten Fondsgesellschaften hin.

Die Sparer profitieren von mehreren Vorteilen der Fondsanlage. Ein Fondsmanager verwaltet die gemeinsamen Ersparnisse und entscheidet darüber, welche Werte gekauft und welche verkauft werden sollen. Er sucht die geeigneten Unternehmen nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des Geschäftsmodells für das Portfolio aus.

Der Sparer benötigt für eine Fondsanlage auch keine großen Mindestanlagesummen, wie sie bei manchen Einzelinvestments notwendig sind. Fondssparer können beispielsweise schon mit Einzahlungen ab 25 Euro einen monatlichen Sparplan auf Fonds starten. Das Positive an Sparplänen ist, dass der Sparer keinen hohen Geldbetrag auf einmal sondern regelmäßig Monat für Monat einen kleinen Betrag investiert.

Eine Fondsanlage bietet eine zusätzliche Sicherheit. Die Gelder der Anleger werden in der Regel als Sondervermögen verwahrt – getrennt von der Bilanz der Fondsgesellschaft. Würde eine Fondsgesellschaft insolvent, wäre das Geld der Sparer davon nicht betroffen.

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Anleger auf Immobilienjagd

Offene Immobilienfonds konnten im ersten Quartal dieses Jahres circa drei Milliarden Euro an Anlegergeldern einsammeln. Damit ließen sie Aktienfonds weit hinter sich, die auf rund 1,4 Milliarden Euro kamen. Ein Minus von satten fünf Milliarden Euro gab es sogar bei Renten- und Geldmarktfonds, wie der Fondsverband BVI mitteilte.

Das viele Geld in „Betongold“ umzusetzen, fällt den Immobilienfondsmanagern angesichts der hohen Kaufpreise allerdings zunehmend schwerer. Immerhin flossen ihnen in den letzten Jahren bereits jeweils fünf bis sechs Milliarden Euro an frischen Geldern zu, die angelegt sein wollten. Die Ratingagentur Scope hat kürzlich in einer Studie festgestellt, dass die Risiken der Immobilienfonds tendenziell gestiegen, die Renditen hingegen gesunken sind. Scope-Analystin Sonja Knorr betont jedoch: „Trotz aller Risiken bleibt der offene Immobilienfonds ein sicherheitsorientiertes Anlageprodukt.“ Auch die Anbieter selbst blicken in der Mehrheit optimistisch in die Zukunft. Zuletzt lagen die Renditen der Fonds laut Scope durchschnittlich bei etwa 3 Prozent p. a.

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