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Aufgrund der niedrigen Zinsen boomt der Immobilienmarkt. Viele stecken dabei den größten Teil ihres Vermögens in den Kauf eines Eigenheims. Schäden nach einem Sturm, einem geplatzten Wasserrohr oder einem Zimmerbrand können dann schnell die finanzielle Existenz gefährden. Einige Versicherungen sind für Immobilien Besitzer deshalb unerlässlich.

Eine Wohngebäudeversicherung ist für jeden Hausbesitzer – ob Vermieter oder Eigenheimbewohner – unverzichtbar. Sie sichert ihn bei Katastrophen ab, gegen die er machtlos ist, wie beispielsweise Brand, Blitzschlag, Sturm oder Leitungswasserschäden. „Da extreme Naturereignisse weiter zunehmen werden, sollte man seine Immobilie unbedingt auch gegen Elementarschäden wie Hochwasser oder Schneedruck absichern“, rät ein Experte.

Während die Wohngebäudeversicherung das Haus an sich umfasst und alles, was damit verbunden ist, deckt die Hausratversicherung die Einrichtung ab. Für Bewohner eines eigenen Einfamilienhauses ist diese Absicherung existenziell wichtig. Schließlich kann bei einem Totalschaden die Neuanschaffung des Inventars leicht die finanzielle Schmerzgrenze überschreiten. Vermieter von Mehrfamilienhäusern benötigen keine Hausratversicherung für die darin gelegenen Wohnungen, da sich die Mieter selbst um den Versicherungsschutz für ihre Einrichtungen kümmern müssen.

Eigentum verpflichtet

Doch nicht nur die eigenen vier Wände sollten abgesichert sein, sondern auch die Risiken, die ein Haus für Unbeteiligte oder die Umwelt darstellt, erklärt der Versicherungsexperte. Für Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die selbst ihre Immobilie bewohnen, reicht die Privat-Haftpflichtversicherung aus. Vermieter von nicht selbst bewohnten Immobilien bzw. Mehrfamilienhäusern benötigen dagegen eine Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung. Das gilt auch für unbebaute Grundstücke.

Wer einen Heizöltank besitzt, braucht darüber hinaus eine Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung. Sie springt ein, wenn der Tank ausläuft und das Grundwasser verschmutzt. Bewohner vom eigenen Ein- oder Zweifamilienhaus sollten ihre Privathaftpflichtpolice überprüfen. Denn einige Versicherer, bieten diese Deckung für Öltanks mit einem bestimmten maximalen Fassungsvermögen im Rahmen der Privat-Haftpflichtversicherung mit an.

Da die meisten Hausbesitzer ihr Eigenheim über langjährige Kredite finanzieren, sollten sie sich und ihre Familie auch für den Ernstfall absichern. „Die Notfall-Vorsorge hat zwar nicht direkt mit dem Schutz der eigenen vier Wände zu tun, ist aber bei einer Fremdfinanzierung für Immobilien Besitzer dringend zu empfehlen“, rät der Experte. Eine Risikolebensversicherung bzw. Restschuldversicherung schützt die Hinterbliebenen im Todesfall vor einem Schuldenberg. Sollte der Eigentümer berufsunfähig werden, kann eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeits-Versicherung das weitere Abbezahlen der Immobilie sicherstellen.

 

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Knut Mäuselein

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