Starkregen

Feinheiten beim Wohngebäude-Schutz

Wer eine eigene Immobilie besitzt, weiß um die Gefahren, die von verschiedenen Seiten drohen. Ob Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Elementargefahren wie Überschwemmungen: Jederzeit kann es zu Schäden am Gebäude kommen, die richtig ins Geld gehen können. Daher ist dringend zum Abschluss einer Wohngebäudeversicherung zu raten.

Bei der Auswahl steht man allerdings vor einer verwirrenden Tarifvielfalt. Naturgemäß sind nicht alle Angebote gleichermaßen zu empfehlen, auch wenn viele sich an den GDV-Musterbedingungen orientieren. Folgende fünf Aspekte sollten nicht unter den Tisch fallen:

  • Wird die Leistung bei grober Fahrlässigkeit gekürzt?
  • Werden Kosten für die Beseitigung von Vandalismus- und Graffiti-Schäden übernommen?
  • Sind Ableitungsrohre außerhalb des Gebäudes mitversichert?
  • Sind umgestürzte Bäume bzw. deren Beseitigung und ggf. eine Wiederaufforstung abgedeckt?
  • Gibt es eine Garantie, dass mindestens der Schutzumfang der GDV-Musterbedingungen gilt?

Darüber hinaus entscheiden noch zahlreiche weitere Kriterien über die Qualität einer Wohngebäudepolice. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich daher professionell und unabhängig beraten lassen.

Immer häufiger kommt es auch in Deutschland zu extremen Wetterereignissen, die oftmals schwere Schäden anrichten. Da dieser Umstand mit dem Klimawandel zusammenhängen dürfte, gehen Meteorologen davon aus, dass solche Ausnahmen mehr und mehr zur Regel werden. Auch vormals als sicher geltende Wohnlagen können von Naturgewalten wie Starkregen, Hochwasser oder Lawinen verwüstet werden – wie im letzten Jahr das fränkische Braunsbach, aus dem erschreckende Bilder von der neuen Klimarealität die Republik aufrüttelten.

Allerdings nur für kurze Zeit, wie eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt. Ihr zufolge halten es 54 Prozent für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich, dass Starkregen ihrem Hab und Gut etwas anhaben könnte. In puncto Hochwasser liegt dieser Anteil der Sorglosen sogar bei 76 Prozent. Entsprechend wenige Immobilienbesitzer haben in ihren Gebäude- und Hausratversicherungen eine Elementarschadens-Klausel, nämlich nur 22 bzw. 29 Prozent. Ohne diesen Zusatzbaustein aber gibt es keine Entschädigung bei Starkregen- oder Hochwasserschäden – wie auch viele Braunsbacher im letzten Jahr bitter erfahren mussten.

Statistisch gesehen ist ein 6er im Lotto wahrscheinlicher, als dass einen der Blitz trifft. Aber gerade in diesem Frühsommer sorgten nicht nur Starkregen und Überschwemmungen für viel Unheil – auch Blitzschläge verletzten schon über 50 Menschen bei Open-Air-Veranstaltungen. Doch mit unseren Sicherheitstipps sind Sie gut vorbereitet!

Erste Regel: keine Panik

Wenn sich die ersten Blitze am Himmel zeigen, ist meistens noch genug Zeit für rasches, aber besonnenes Handeln. Wie weit das Gewitter von Ihnen entfernt ist, können Sie leicht ausrechnen: Blitz und Donner erreichen den Menschen nämlich unterschiedlich schnell. Die Differenz zwischen Licht und Schall ergibt damit den Abstand zum Gewitter. Nehmen Sie die Sekundenanzahl zwischen Blitz und Donner und teilen diese durch 3, um die Distanz in Kilometern zu erhalten. Sind es weniger als 5 Sekunden, ist es dringend angeraten, Schutz zu suchen. Denn dann ist das Gewitter nur noch knapp 1,5 km entfernt.

Heißer als die Sonne

Blitze bersten geradezu vor Energie: Im Blitzkanal kann die Stromstärke kurzfristig 400.000 Ampere erreichen und die Luft erhitzt sich binnen weniger Millisekunden auf fast 30.000 Grad Celsius – das 6-Fache der Temperatur auf der Sonnenoberfläche! Die Folgen für den menschlichen Körper: schwerste Verbrennungen und ein möglicher Herzstillstand.

So verhalten Sie sich bei Unwetter richtig

Wer von einem Gewitter im Freien überrascht wird, sollte daher auf Folgendes achten:

  • Auch wenn es inzwischen allgemein bekannt sein sollte: Vergessen Sie die alten Sprichwörter von wegen „Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen“. Das ist lebensgefährlicher Unsinn. Denn Blitze schlagen immer in den höchsten Punkt ein – unabhängig davon, welcher Baum das im Einzelfall genau ist. Darunter Schutz zu suchen, erhöht eher die Gefahr, von einem übergesprungenen Blitz getroffen oder von herabstürzenden Ästen erschlagen zu werden!
  • Suchen Sie sofort ein festes Gebäude – am besten mit Blitzableiter – auf. Auch in einem Auto sind Sie vor Blitzen sicher. Denn hier bildet die geschlossene Metallkarosserie einen Faradayschen Käfig, der den Strom eines Blitzschlags um Sie herum sicher ableitet. Zelte wiederum bieten mit ihrer Bespannung keinen Schutz – zudem können sie bei einem Einschlag durch die Hitze sofort in Flammen aufgehen!
  • Meiden Sie Bäume, hohe Türme, Masten und Metallzäune in direkter Nähe. Wenn Sie bei einer Veranstaltung sind, entfernen Sie sich zügig von Leinwänden oder Bühnen und suchen Sie Abstand zu den metallischen Absperrgittern – ab einer Distanz von 100 Metern sind Sie sicher.
  • Auch Baden ist bei Gewitter lebensgefährlich! See, Pool oder Schwimmbecken sollten auf jeden Fall sofort verlassen werden, sobald sich der erste Blitz am Himmel zeigt.
  • Genauso gefährlich: nasser oder feuchter Boden. Denn dieser ist ein sehr guter Spannungsleiter, wenn der Blitz in der Nähe einschlägt. Daher sollten Sie sich auch nicht breitbeinig hinstellen oder gar auf den nassen Boden legen. In diesem Fall nimmt nämlich die Spannung den kürzesten Weg zwischen den Gliedmaßen: durch den menschlichen Körper!
  • Wer gerade mit dem Fahrrad oder Motorrad unterwegs ist, sollte absteigen und sich in einigen Metern Abstand zu seinem Zweirad in Sicherheit begeben.

Frühzeitig auf Warnungen reagieren

Bei allen großen Events haben die Organisatoren eine Sorgfaltspflicht und müssen ihre zahlenden Gäste rechtzeitig über eine eventuelle Unwettergefahr aufklären. Achten Sie darum auf Hinweise der Veranstalter! Anders sieht es jedoch aus, wenn Sie sich einfach so im Freien aufhalten. Hier ist jeder selbst für sein eigenes Wohl verantwortlich.

Tipp: Nutzen Sie die DWD-WarnWetter-App – diese versorgt Sie mit aktuellen Warnungen über drohendes Unwetter auf dem Smartphone.

Mit diesen Tipps im Gepäck steht einem unbeschwerten Festival- oder Public-Viewing-Besuch nichts mehr im Wege – außer vielleicht eben doch das Wetter…

Aktuell sorgen heftige Gewitter und Niederschläge wieder für Sturmschäden und Überflutungen. Schäden durch solche Naturereignisse im Wohnbereich werden von der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung nur mit dem Zusatz für Elementarschäden abgedeckt. Deshalb unser Tipp: Prüfen Sie Ihren Vertrag, ob Elementarschäden mitversichert sind. Weiterlesen

Im Sommer kann es vermehrt zu schweren Unwettern kommen: Stürme decken Dächer ab, Starkregen führt zu Überschwemmungen etc. Solche Naturereignisse verursachen oft große Schäden an Haus und Wohnungsausstattung. Wichtig ist deshalb ein Versicherungsschutz mit der richtigen Hausrat- und Gebäudeversicherung.
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