private Krankenversicherung

 

Kinder sind aktiv und toben herum. Dabei kann schnell mal etwas zu Bruch gehen – ob die Vase des Nachbarn oder der Unterarm des Kindes. Zum Schutz der Kleinen und vor finanziellen Risiken: Das sind die wichtigsten Versicherungen für Kinder.

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In der aktuellen Diskussion um die Zukunft von GKV und PKV wird das Thema Altersrückstellungen oft unsachlich behandelt, findet Gerd Güssler, Chef des Analysehauses KVpro.de. Die Freiburger haben sich die Zuführungsquoten der Krankenversicherer deshalb mal genauer angesehen.

Die Diskussionen um die generelle Zukunft des deutschen Gesundheitssystems sind auch nach der Bundestagswahl und der Regierungsbildung in vollem Gange. Obwohl im Koalitionsvertrag keine konkreten Maßnahmen zur Lösung bestehender Probleme in der GKV und PKV genannt sind, ist allen Beteiligten klar, dass die bekannten und öffentlich adressierten Forderungen aus der Politik, von Verbandsvertretern und Verbraucherschützern zügig umgesetzt werden müssen.

Streitpunkt Altersrückstellungen

Ein wichtiger Streitpunkt in der oftmals unsachlich geführten Diskussion ist dabei der Umgang mit den sogenannten Alterungsrückstellungen (AR) der privaten Krankenversicherung (PKV) und deren generellen Portabilität. Denn nur die Kunden, die ab dem 1. Januar 2009 in die PKV eingetreten sind, können ihre Alterungsrückstellungen bei einem Tarifwechsel zu einem anderen Anbieter mitnehmen.

Wir haben in einer aktuellen Untersuchung der Geschäftsberichte von 36 PKV-Unternehmen die Zuführungsquoten zur Alterungsrückstellung der aktuell veröffentlichen Jahre 2012 im Vergleich zu 2011 näher analysiert.

Die PKV bildet im Rahmen ihres Kalkulationsverfahrens sogenannte Alterungsrückstellungen – derzeitige Höhe über 181 Milliarden Euro –, um so die erfahrungsgemäß steigenden Krankheitskosten der Versicherten im Alter abzufedern. Im Gegensatz dazu ist die GKV nach einem Umlageverfahren konstruiert, bei dem mit den eingezahlten Beiträgen unmittelbar die Gesundheitsausgaben gedeckt werden.

Privatversicherte finanzieren sich selbst

In der PKV zahlt ein Versicherter also von Anfang an beginnend mit dem Abschluss seines Vertrages mehr Geld ein, als er im Schnitt an Krankheitskosten verursacht und baut so Alterungsrückstellungen auf, die verzinslich angelegt werden. Eine Besonderheit im Vergleich zur GKV: die PKV-Versicherten sorgen generell für sich selbst vor. Die Tarif-Versicherten finanzieren die entstehenden  Krankheitskosten innerhalb Ihres Kollektivs zu 100 Prozent selbst.

Reichen dabei die im Tarif vorhanden Mittel nicht aus, weil zum Beispiel mehr Leistungen in Anspruch genommen werden wie statistisch erwartet oder die Kosten der Medizin stärker steigen, werden die Beiträge entsprechend angepasst. Jeder PKV-Versicherte hat in diesem Punkt einen mittelbaren Einfluss auf die Behandlungskosten und somit auf den Beitrag, in dem er zum Beispiel beim Arztbesuch über die jeweiligen Kosten spricht. Denn im Unterschied zu GKV-Versicherten ist der Arzt beim selbstzahlenden Privatpatient nicht an Vorgaben bei Behandlungsart, Umfang und Kosten gebunden.

Bis zu 700 Euro in der GKV

In der GKV werden die Krankheitskosten aus den Beiträgen der Versicherten gezahlt. Die Beitragshöhe wird einkommensabhängig berechnet. Der Beitrag ist auf die  Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt. Somit zahlt ein GKV-Versicherter in 2014 bis zu 700 Euro an Beitrag. Die wirtschaftliche Situation jedes einzelnen GKV-Unternehmens ist somit unmittelbar abhängig von der Mitgliederzahl, der Anzahl an erwerbstätigen Personen und von der Höhe der Einkommen. Daraus werden dann die Beiträge ermittelt.

Je weniger Personen arbeiten und je geringer das Einkommen ist, desto weniger Geld steht zur Finanzierung der Krankheitskosten zur Verfügung. Bei der bekannten demografischen Entwicklung in Deutschland – mehr Rentner, rückläufige Zahl an Erwerbstätigen und Beitragszahlern – steht die GKV zunehmend vor Problemen: Immer niedrigere Beitragseinnahmen, eine stets wachsenden Anzahl von zu versorgenden (kranken) Versicherten kann nur mit Leistungskürzungen, höheren und / oder Zusatzbeiträgen sowie mit Steuermitteln (versteckte Steuerzuschüsse) ausgeglichen werden. Weiterlesen

Das Bundesministerium der Justiz hat ein Gesetz zur Änderung versicherungsrechtlicher Vorschriften vorbereitet. Sollte der Entwurf verabschiedet werden, hat dies insbesondere in der privaten Krankenversicherung (PKV) und für die Kfz-Haftpflichtversicherung Auswirkungen. Und für Sie als Versicherte ausgesprochen positive.
In der PKV soll der Versicherungsnehmer zukünftig einen Auskunftsanspruch gegen seinen Versicherer erhalten, um vorab zu klären, ob dieser die Kosten einer Heilbehandlung übernimmt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Heilbehandlung voraussichtlich mehr als 3.000 Euro kosten wird. Diese Auskunft wird dann verbindlich, soweit sie auf Grundlage eines Heil- und Kostenplans erteilt wurde – wie zum Beispiel bei aufwändigeren Zahnbehandlungen seit vielen Jahren bewährte Praxis. Und der Versicherer darf dabei nicht “auf Zeit spielen“: So soll die Auskunft in der Regel bei dringenden Fällen unverzüglich und ansonsten spätestens nach 2 Wochen erteilt werden.
Auch bei Kündigungsrecht und Selbstbehalt soll sich etwas verbessern. Für die Kündigung einer PKV wegen einer Erhöhung der Beiträge hat der Versicherungsnehmer dann 2 Monate Zeit, statt wie bisher nur einen Monat. Hat der Versicherungsnehmer im Basistarif zudem einen Selbstbehalt vereinbart, der nicht zu einer Prämienreduzierung beiträgt, kann er diesen Selbstbehalt jederzeit innerhalb von 3 Monaten kündigen.
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung werden die Versicherungsnehmer im Falle einer Insolvenz ihres Versicherers besser geschützt. Hier gab es zwar bisher eine Haftungsübernahme der Verkehrsopferhilfe e.V., aber nicht für alle Ansprüche. Dies wird nun optimiert bzw. es werden Haftungsgrenzen für materielle Schäden im Rahmen eines Unfalles (z.B. zerstörte Ampelanlagen) oder hinsichtlich von Regressforderungen der Sozialversicherungsträger (z.B. Reha- oder Behandlungskosten) eingeführt. Hat sich der Versicherungsnehmer ordnungsgemäß versichert, muss er nur für bis zu 2.500 Euro gerade stehen.
Prinzipiell soll sich versicherungsvertragstechnisch etwas ändern – über alle Sparten hinweg. Widerruft in Zukunft ein Versicherungsnehmer seinen Versicherungsvertrag, soll er dann auch nicht mehr an daran gekoppelte Zusatzverträge gebunden sein. Bei allen weiteren oder offenen Fragen hilft eine individuelle Beratung – wir sind gerne für Sie da.

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Knut Mäuselein

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