Minijobber

Deutschland ist ein Land der Ämter und Behörden. Zumindest in mancherlei Hinsicht gilt das auch für Informationen in Bezug auf die Sozialversicherung. Denn ob gesetzliche Rente oder Unfallversicherung, Arbeitsagentur, Kranken- oder Pflegekassen – oftmals stellt sich dem Verbraucher die Frage, wer ist eigentlich wofür zuständig und an welche Stelle kann man sich gegebenenfalls mit seinen Fragen wenden.

Prinzipiell hat jeder dieser “Träger der Sozialversicherung” seine Funktion und damit auch ein bestimmtes Spektrum an Auskünften und Leistungen. Wobei ganz allgemeine Auskünfte mitunter auch von einem “nicht dafür zuständigen” Sachgebiet erteilt werden. Doch gerade wenn es um Fachwissen oder verbindliche Auskünfte geht, kann nur die jeweils zuständige Stelle helfen.

Erste Anlaufstelle für vielerlei Informationen sind die so genannten “Einzugsstellen”, hier laufen die Meldungen zur Sozialversicherung auf und dorthin werden auch die Beiträge der Arbeitgeber abgeführt. Das bedeutet, geht es um Beschäftigung und damit verbundene Beiträge oder Leistungen, findet sich hier ein erster Ansprechpartner; auch für Minijobber.

Ein häufiges Anliegen betrifft auch die “Statusfeststellung”, also die Klärung, ob eine Person selbstständig tätig oder abhängig beschäftigt ist. Derlei Entscheidungen können sowohl durch die Einzugsstelle als auch durch eine Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung Bund getroffen werden. Hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Entscheidung ist jedoch nur die Auskunft der Clearingstelle verbindlich.

Weitere “Aufgabengebiete” der Sozialversicherungsträger gelten der Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht, zum Beispiel aufgrund der Zuordnung zu anderen Versorgungswerken oder für Minijobber, der Erstattung von Beiträgen, Fragen zur Unfallversicherung oder Betriebsprüfungen.

Es sind vor allem Frauen, die in so genannten Minijobs tätig sind, und damit später oft nur ein geringe Rente erhalten. Sie sind noch mehr darauf angewiesen, etwas für ihre Altersvorsorge zu tun; auch wenn der finanzielle Spielraum dafür in den meisten Fällen sehr gering ausfällt.
Ansonsten wird sich jedoch die gewohnte Lebensqualität im Alter kaum halten lassen: Selbst nach beispielsweise 45 Arbeitsjahren wird ihre Rente laut Berechnungen aus dem Bundessozialministerium noch unter dem Sozialhilfeniveau liegen. Demnach betrage selbst nach über vier Jahrzehnten Arbeit im Minijob der Anspruch auf Altersgeld auf Grundlage der heutigen Werte lediglich 139,95 Euro.
Auch wenn diesen Berufstätigen ab 2013 mit einer geplanten “Zuschussrente” geholfen werden soll, wird dies nicht ausreichen.
Eine Chance wird sich voraussichtlich durch die steigende Zuverdienstgrenze bieten, die ab 2013 dann 450 Euro statt bisher 400 Euro monatlich betragen soll. Wer kann, sollte damit beispielsweise eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen, die sich durch den Zinseszinseffekt langfristig auszahlen kann; und sich so eine breitere Basis für den Ruhestand schaffen.
Dafür gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die zudem steuerliche Vorteile oder staatliche Förderung bieten – verzichten Sie also auch als Minijobber nicht länger auf eine zusätzliche Altersvorsorge. Lassen Sie sich beraten, unverbindlich und kompetent.

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Knut Mäuselein

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