Bausparen

Zum Jahreswechsel ändern sich bei den Finanzen einige Konditionen, und Fristen laufen aus. Was jeder vorher noch bei Riester, Rürup, Bausparverträgen und Co. erledigen sollte.

  •  Riester-Rente: Bei Riester-Verträgen sollten Sparer die Zuzahlung für 2013 noch bis zum 31. Dezember tätigen. Hierbei sind Zuschüsse bis zur Höchstgrenze möglich, um die volle Förderung auszuschöpfen. Auch den Zulagenantrag für das Jahr 2011 sollten Vorsorger bis Ende Dezember beim Anbieter einreichen. Tipp: Ein Dauerzulagenantrag ersetzt die jährlichen Angaben zum rentenversicherungspflichtigen Einkommen. Dann sind dem Anbieter nur noch relevante Änderungen, wie zum Beispiel die Geburt eines Kindes, mitzuteilen. Die Untergrenze für den Eigenbeitrag liegt für alle Riester-Sparer bei 60 Euro pro Jahr.
  •  Rürup-Rente: Selbstständige, die ihre Verdienste oft erst am Jahresende überblicken, sollten jetzt über den Abschluss einer Rürup-Rente nachdenken. Diese kann mit einer Einmalzahlung beginnen. Wer schon eine hat, kann noch zuzahlen. Der Jahresbeitrag für eine Rürup-Rente kann bis zu 20.000 Euro bei Alleinstehenden (40.000 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten / eingetragenen Lebenspartnerschaften) betragen. Dabei können Sparer in diesem Jahr 76 Prozent (maximal 15.200 Euro, Verdopplung bei zusammenveranlagten Ehegatten / eingetragenen Lebenspartnerschaften) von der Steuer absetzen.
  • Betriebliche Altersversorgung (bAV): Auch bei bAV-Verträgen können Sparer zuzahlen. Hier gilt ebenfalls eine Frist bis 31. Dezember, um die Zuzahlung steuerlich abzusetzen. Die Entgeltumwandlung fördert in diesem Jahr Beiträge bis zu 2.784 Euro (monatlich: 232 Euro) bei Pensionskassen, Pensionsfonds oder Direktversicherungen.
  • Immobilienkäufe: Im kommenden Jahr erhöhen Schleswig-Holstein (6,5 Prozent), Berlin (6 Prozent), Bremen (5 Prozent) und Niedersachsen (5 Prozent) ihre Grunderwerbsteuer. In diesen Bundesländern sollten Käufer beziehungsweise Verkäufer Immobilientransaktionen deshalb noch in diesem Jahr notariell beurkunden.
  • Bausparen und Wohnungsbauprämie: Um die volle Wohnungsbauprämie für 2013 zu erhalten, ist eine Sondereinzahlung in einen bestehenden Bausparvertrag bis zum Jahresende ratsam. Die Prämie beträgt 8,8 Prozent auf die 2013 eingezahlten Beträge. Dabei können Sparer bis zu 512 Euro / 1.024 Euro (Alleinstehende / Verheiratete) erhalten, wenn sie bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Bei Verträgen, die nach Januar 2009 abgeschlossen wurden, bekommen Sparer aber nur noch die Prämie, wenn das Bausparguthaben wohnwirtschaftlich genutzt wird, also direkt in eine Immobilie fließt.
  • Steuerklasse: Wer für 2013 noch die Steuerklasse wechseln möchte, muss dies bis spätestens 30. November dem Finanzamt melden. Die neue Kombination gilt dann ab 1. Dezember. Steuerzahler können ihre Steuerklasse bis auf wenige Ausnahmen lediglich einmal im Jahr wechseln.

 

Das GfK-Investmentbarometer des Nürnberger Marktforschungsinstituts hat ergeben, dass für die deutschen Privatanleger das eigene Haus, ein Bausparvertrag und das Sparen in eine betriebliche Altersvorsorge (bAV) zu den bevorzugten Anlageformen zählen.
Ganz weit oben rangierte mit 77 Prozent die eigene Wohnung oder das eigene Haus, deutlich dahinter nannten 45 Prozent den Bausparvertrag als bevorzugte Sparvariante, gefolgt auf Platz drei von der bAV mit 41 Prozent. Apropos Altersvorsorge: die private Rentenversicherung liegt noch hinter Gold und dem Tagesgeldkonto auf dem 6. Platz. Dann folgen die private Kapitallebensversicherung und das Festgeldkonto Etwas abgeschlagen: Investmentfonds und fondsgebundene Lebensversicherung kommen nur auf die Plätze 13 und 14.
Prinzipiell das geringste Vertrauen haben deutsche Sparer gegenüber Aktien, was vermutlich auch mit den schwankenden Börsen der letzten Jahre zu tun haben dürfte. Auch die anhaltende Euro-Währungskrise hatte Auswirkungen auf das Sparverhalten, wie die Marktforscher herausfanden. Vor allem die Investition in Sachwerte wie der Kauf einer Eigentumswohnung oder das Abschließen eines Bausparvertrags, mit dem späteren Ziel des Immobilienerwerbs, haben von der Diskussion um die Stabilität unserer Währung profitiert.
Abgesehen davon, welche Anlageform Sie bevorzugen, sie muss zu Ihren persönlichen Renditeerwartungen ebenso passen wie zu Ihrem Sicherheitsbedürfnis. Dabei kann eine unabhängige Beratung wertvolle Unterstützung geben. Lassen Sie sich deshalb zu allen Fragen rund um Ihre Geldanlage und/oder Vorsorgeziele rechtzeitig unverbindlich und kompetent beraten!

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Knut Mäuselein

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