Der Gesetzgeber hat in den letzten Jahren die Anforderungen an die Finanzberatung erhöht – und das ist auch gut so. Denn wenn Verbraucher schlecht beraten werden, soll der Vermittler eines Finanzproduktes auch für seine Beratung haften. Dass es hierbei allerdings Fristen zu beachten gibt, zeigt ein höchstrichterliches Urteil vor dem Bundesgerichtshof (BGH). Demnach verlor eine Verbraucherin ihren Anspruch auf Schadensersatz, weil der Fall schlichtweg verjährt war (Urteil vom 16. Mai 2017, Az.: XI ZR 430/16).

 

Im verhandelten Rechtsstreit wollte eine Ärztin ihre Praxis finanzieren. Hierfür schloss sie im Oktober 2001 eine Kombination aus Bankdarlehen und Lebensversicherung ab. Der Hintergedanke: Wenn sich die Lebensversicherung wie prognostiziert entwickelt, kann sie mit der Einmalzahlung ihr Darlehen komplett tilgen.

 

Zu diesem Finanzierungsmodell hatte ein Bankberater der Frau geraten. Und dabei die entstehenden Risiken verschwiegen. Ob die Frau nämlich tatsächlich mit der Lebensversicherung ihre Schulden komplett abbezahlen konnte, war abhängig von der Entwicklung der Überschüsse in der Lebensversicherung. Und diese entwickelten sich schlechter, als es der Bankangestellte im Beratungsgespräch prognostiziert hatte. Statt der versprochenen 212.000 Euro brachte der Vertrag nur 166.000 Euro ein.

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„Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“ Diese Börsenweisheit suggeriert, dass Anleger den richtigen Zeitpunkt für den Kauf oder Verkauf einer Aktie finden können. Da die Wirtschaft ein komplexes System ist und die Börsenkurse vielen Einflussfaktoren unterliegen, ist es für private Anleger aber schwierig, wenn nicht gar unmöglich, den besten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt zu treffen. Studien zufolge lassen sich Privatanleger meist von Stimmungen leiten und handeln eher prozyklisch; sie kaufen also teuer bei steigenden und verkaufen ungünstig bei fallenden Kursen. Wer so handelt, riskiert aber in guten Phasen nicht investiert zu sein. Darauf weist die Aktion „Finanzwissen für alle“ der Fondsgesellschaften hin.   Weiterlesen

Fahrradversicherung: Die Versicherer mussten im Jahr 2016 eine Rekordsumme von 120 Millionen Euro auszahlen, weil ein Fahrrad unrechtmäßig den Besitzer wechselte. Das ist die höchste Summe, seitdem die Hausratversicherer den Fahrraddiebstahl separat erfassen und ausweisen.

 

Wer seinen Drahtesel liebt, der sollte ihn besser mit einer Fahrradversicherung ausstatten. Diesen Schluss lassen aktuelle Zahlen zum Fahrraddiebstahl zu, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag vorgestellt hat. Denn noch nie mussten die Versicherer so hohe Summen pro gestohlenem Fahrrad zahlen.

 

Die harten Fakten: Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden 2016 in Deutschland rund 332.000 Fahrräder entwendet. Das sind fast 910 geklaute Räder an jedem Tag. Für rund 200.000 dieser Räder zahlte am Ende die Versicherung eine Summe aus: im Schnitt 600 Euro pro Fahrrad.

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Am 1. Juni hat der Deutsche Bundestag das Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) beschlossen. Zwar muss dieses Gesetz noch den Bundesrat passieren, aber dessen Zustimmung gilt als reine Formsache. Betriebsrenten könnten mit der Gesetzreform speziell für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver werden. In Kraft treten soll das neue Gesetz bereits zum 1. Januar 2018.

 

Die Bundesregierung arbeitet gerade an einer Rentenreform – und diese ist fast in trockenen Tüchern. Denn am Donnerstag letzter Woche passierte das Betriebsrentenstärkungsgesetz den Bundestag. Die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD stimmten dafür, Linke und Grüne stimmten dagegen. Was aber beinhaltet das neue Gesetz? Dies soll im Folgenden kurz erörtert werden, denn die neuen Regeln könnten in der betrieblichen Altersvorsorge einen Paradigmawechsel einleiten. Weiterlesen

Am 1. Juni wird der Internationale Kindertag gefeiert. Das ist ein Anlass, mal auf die Absicherung von Kindern zu schauen: Zwar lohnt es sich grundsätzlich, auch für den Nachwuchs eine Unfallversicherung abzuschließen. Eine Invaliditätsversicherung kann aber die bessere Wahl sein.

 

Für Eltern gibt es wohl nichts Wichtigeres, als dass es den Kindern gut geht. Und doch lässt sich kaum vermeiden, dass auch Kinder einmal zu Schaden kommen. Rund 200.000 kleine Bürger unter 15 Jahren müssen pro Jahr aufgrund einer schweren Verletzung im Krankenhaus behandelt werden, so geht aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. Davon ist fast die Hälfte jünger als fünf Jahre. Weiterlesen

Versicherungsexperten und auch der Verbraucherschutz raten zum Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung: Immerhin muss jeder vierte Berufstätige vor Erreichen des Rentenalters seinen Job aufgeben. Mehrere Studien zeigen nun, dass mehr als zwei von drei Versicherten problemlos eine Rente zugesprochen bekommen, wenn sie berufsunfähig werden.

 

Berufsunfähigkeits-Versicherer sind keine Neinsager! Das bestätigt auch eine aktuelle Auswertung der Zeitschrift „Finanztest“, wonach die große Mehrzahl der Verbraucher auch eine entsprechende Rente zugesprochen bekommt. Die Leistungsquote der Versicherer liegt demnach im Schnitt bei etwa 70 Prozent – höher als vermutet. Oder anders formuliert: Mehr als zwei von drei Versicherten erhalten ohne Probleme ihre Berufsunfähigkeit anerkannt, wenn sie diese ihrer Versicherung anzeigen. Weiterlesen

Eine aktuelle Studie bestätigt: Die meisten Menschen müssen ihren Beruf aufgrund einer psychischen Erkrankung aufgeben. Fast ein Drittel aller neuen Leistungsfälle in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) werden aufgrund eines Nervenleidens genehmigt. Und der Anteil derartiger Erkrankungen steigt seit Jahren.

 

Immer mehr Menschen müssen ihren Beruf aufgrund einer psychischen Erkrankung aufgeben. Das zeigt eine aktuelle Studie des Ratinghauses Morgen & Morgen, das die Daten von 70 Versicherern ausgewertet hat. Laut den Analysten entfallen mittlerweile 31,32 Prozent aller neuen BU-Fälle auf eine Nervenkrankheit, während es im Vorjahr noch 30,99 Prozent waren.

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Was passiert, wenn ein Kind krankheitsbedingt längere Zeit nicht zur Schule gehen kann und viel Zeit und Geld in die Pflege investiert werden muss?

Dafür gibt es eine Schulunfähigkeitsversicherung. Weiterlesen

 

Versicherungsbetrug wird von vielen Deutschen noch immer als Kavaliersdelikt gesehen. Beinahe jede zehnte Schadensmeldung enthalte Auffälligkeiten, berichtet nun der Dachverband der Versicherer. Und warnt vor den Konsequenzen, denn Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt.

 

Wie ehrlich sind Versicherungskunden? Das wollte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wissen und hat eine Sonderauswertung in Auftrag gegeben. Kriminalisten haben für die Studie mehrere tausend Schadensfälle in der Haftpflicht-, Sach- und Kfz-Versicherung begutachtet.

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Ihre Rechte und Pflichten am Gartenzaun

Gründe, warum Nachbarn sich ins Gehege kommen, gibt es viele. Sei es der Obstbaum, der wenige Zentimeter in den fremden Garten ragt, das brutzelnde Fleisch auf dem Grill, Musik oder tobende Kinder. Um es diesen Sommer vielleicht gar nicht so weit kommen zu lassen und einem Nachbarschaftsstreit vorzubeugen, haben wir Ihre Rechte und Pflichten am Gartenzaun einmal recherchiert. Weiterlesen


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